Noch bevor die 1. Männermannschaft sich im Derby mit Ortrand messen musste, gab die gefürchtete “Zwote” gegen Germania Ruhland alles, um das erste Derby des Tages zu gewinnen.

Es ging gut los: In der 1. Spielminute zeigte Ruhland, wie ein Abwehrfehler funktioniert und Sowa netzte sicher und eiskalt.

Der FCL schaute sich jenes Verhalten direkt ab und imitierte fortan die löchrige Hintermannschaft. Somit war die Führung nur von kurzer Dauer. Wir agierten zu passiv und ohne die notwendige Derby-Härte, sodass Ruhland leichtes Spiel hatte die Partie zu drehen. Nach einer guten halben Stunde stand es 4:1 für die Gäste.

Bei einigen Akteuren schien es, als würden sie bald die Köpfe hängen lassen und auch bei dem ein oder anderen Zuschauer wirkte die Körpersprache eher negativ. Doch ein Geistesblitz von Spielzug ermöglichte Habdas einen Steilpass sicher zu verwandeln. 4:2. Halbzeit.

Die nächsten 45 Minuten verliefen dank ein paar Positionswechseln recht ausgeglichen. In der Hoffnung noch ein Unentschieden zu holen, rückten die Spieler nach rund einer Stunde dann immer offensiver in die gegnerische Hälfte, sehr zum Gefallen der Ruhländer. Diese nutzen die nun anfällige Defensive und sicherten sich die Todesstöße 5- und 6:2. Nach dem Abpfiff fühlt es sich erneut so an, als hätte auch hier mehr gehen müssen. Ein Gefühl, welches entweder für jeden Amateurfußballer Standard ist oder wirklich damit zusammenhängt, dass die Mannschaft durchaus noch eine Leistungssteigerung innehat.  

Zwar sind noch viele Spiele zu spielen, aber oft hätten wir womöglich die ein oder andere Belohnung nötig gehabt. Es gilt jetzt zu hoffen und zu arbeiten, damit die verpassten Chancen am Ende der Saison nicht mit dem Abstieg bestraft werden.