Akuter Vitamin-D- und  Punktemangel diagnostizierten Experten aller Welt den Jungs von Hr. Dr. Renner. Beides sollte am heutigen Spieltag gegen den FSV Groß-Leuthen/Gröditsch stationär behandelt werden. Wir werfen im folgenden einen Blick in die Krankenakte: der Spielbericht.

Es herrschte herrliches Fußballwetter in der Niederlausitz. Bei ca. 10°C und strahlend blauen Himmel liefen unsere Boys in orange gegen die blau-gelben Gäste aufs Feld. Die bisherige Saison kann nicht anders als enttäuschend bezeichnet werden und somit wollten die Spieler mit vollem Elan für jeden Punkt kämpfen.

Die ersten Minuten blieben auf beiden Seiten recht chancenlos. Gute Möglichkeiten für unsere Gäste blieben aufgrund fehlender Präzision im Abschluss in der ersten Halbzeit stets ungefährlich. Bei uns stieß man zwar öfter ins gegnerische Drittel, aber konnte im entscheidenden Moment nie das nötige Tempo beibehalten. Kurz vor dem Halbzeitpfiff sorgte ein Freistoß unweit entfernt vom Rande des Sechzehners für Aufregung. Der Abschluss ging jedoch an Mauer und Tor vorbei und somit gingen beide Mannschaften ohne Gegentor in die Kabinen.

Der zweite Durchgang ging da weiter wo der erste aufgehört hat. Lauchhammer erarbeitete sich ein paar Chancen, aber auch Groß-Leuthen/Gröditsch kam immer wieder in gute Abschlusspositionen. Man kann vielleicht ein wenig von Glück sprechen, welches uns in der aktuellen Saison oft genug gefehlt hat, wenn es um die Torgefährlichkeit der Gäste geht. Woran es auch lag, der eingesprungene Schlussmann Nicolaus und seine Abwehr konnten nicht überwunden werden. Eine alte Fußballweisheit prognostiziert in solchen Situationen meist einen Torerfolg für das verteidigende Team und fast ist es auch so gekommen. Sturmspitze Leppin kam in aussichtsreicher Position an den Ball, verpasste allerdings unglücklich den Abschluss.

Grübelei auf der Auswechselbank: Taktikfuchs Renner nahm in der 75. Minute den glücklosen und erschöpften Leppin vom Platz und brachte mit dem Neuzugang Musa Geschwindigkeit über die linke Außenbahn. Sowa füllte nun die Lücke im Sturm und machte direkt zwei Minuten später den sehenswerten Führungstreffer. Im restlichen Spiel fanden die Gäste, mit einer nun offensiveren Grundordnung, immer mehr in unseren Strafraum, doch führte kein Vorstoß zum Erfolg. Die abschließende Aktion des Spiels sollte ein Freistoß im Mittelfeld für den FSV sein, bei dem selbst der Torwart mit nach vorne kam. Ein verlorenes Kopfballduell später machte der eingewechselte Schwallach den Ball gut fest und leitete ihn weiter zu Sowa, welcher „nur noch“ einschob. 2:0, Endstand.

Vitamin D konnten die Beteiligten heute also reichlich tanken und auch was die Punkte angeht, hält der FCL das Maximum im Waldstadion. Vollständig ist der Patient jedoch noch nicht genesen, doch die Medizin ist klar: Gewinnen. Wir freuen uns auf die Rückrunde!