Ein verdienter Punkterfolg für die Erste beim VFB Cottbus.

Nach einer vielversprechenden ersten Hälfte folgte in Cottbus eine zweite Hälfte voller Leidenschaft. Doch der Reihe nach.

Die ersten 15 Minuten begannen recht verhalten. Cottbus um Ballbesitz bemüht, Lauchhammer durch schnelle Umschaltaktionen gefährlich. Die Zielgenauigkeit fehlte noch auf beiden Seiten. In der 18. Minute fing Kapitän C. Vogt den Ball am eigenen 16ner ab, schaltete auf Angriff um und stand nach etwas glücklichem Doppelpass mit Matsch allein vor der Abwehrreihe. Schenk clever startend, erhielt den Ball in den Lauf gespielt und vollendete in alter Goalgettermanier ganz routiniert im kurzen Eck. Im zweiten Spiel in Folge ging man also in Führung, dass das Desaster aus der Vorwoche nicht noch einmal passieren sollte, war allen bewusst. Mit Leidenschaft versuchte man nun das eigene Tor zu verteidigen. Bis auf einen gefährlichen Vorstoß der Cottbusser ließ man auch wenig zu. Leider sorgte kurz vor dem Pausenpfiff wieder einmal ein zu einfacher Ballverlust in der eigenen Hälfte für Gefahr vor dem Tor. Voigtländer und Matsch wollten per Doppelpass schnell den Angriff einleiten, ließen jedoch den nötigen Druck in der Passschärfe vermissen, wodurch ein Cottbusser den Ball erobern konnte und vor das Gehäuse von Koppelt flankte. Den ersten Ball noch selbst parierend, half beim Nachschuss Innenverteidiger Eckhardt auf der Linie. Leider war dabei zu viel Arm in Aktion und Schiedsrichter Zimmer pfiff sofort. Leider kam es zu der Doppelbestrafung, rote Karte und Elfmeter für den Gastgeber. Diesen nutzte Freidgeim sicher und egalisierte die Führung des FCL.

Mit einem Mann weniger und einem Gegner, welcher im Stande ist, reichlich Tore zu schießen (Vorwoche 6 Tore in der zweiten Hälfte), war allen klar, dass es nur mit mannschaftlicher Geschlossenheit zu einem Punktgewinn reichen wird. Cottbus in der zweiten Hälfte zwangsläufig mit mehr Ballbesitz und Spielanteilen, so wirklich gefährlich vor dem Tor des FCL wurde es jedoch nur selten. Babbe per Kopf und Weber per Distanzschuss waren dabei noch die gefährlichsten Aktionen des Gastgebers. Gegen Ende der Partie löste Cottbus mehr und mehr die Abwehrreihe auf und so ergaben sich Schenk und Voigtländer die ein oder andere Aktion Richtung gegnerischem Tor. Der eingewechselte Sowa übersah kurz vor Ende der Partie den mitgelaufenen Schenk, sodass es mit dem Schlusspfiff vollbracht war. Der erste Punktgewinn in der Rückrunde für den FCL. Nun gilt es, diese Leistung auch vor den heimischen Zuschauern zu zeigen. Mit der SG Friedersdorf kommt am Wochenende eine spielstarke Mannschaft ins Waldstadion, welche ihre anfängliche Schwächephase scheinbar überstanden hat und in der Rückrunde eine maximale Punkteausbeute vorzuweisen hat.